Am Freitag war ich bei Götti Tom zu Gast. Sein erster Racletteabend im neuen Heim stand auf dem Programm. ‎Ein lustiger, geselliger Abend mit viel Käse und noch mehr Getränken. Am Samstag stellte sich heraus, dass der ‎Caipirinha als Schlummi nicht mehr nötig gewesen wäre. Er muss der Grund dafür gewesen sein, dass ich den ‎ganzen Tag wie eine tote Fliege in der Wohnung herum lag. Nachträglich war ich Götti Wildi unendlich dankbar, ‎dass er mich nach Hause gefahren hatte.‎

Gegen Samstagmittag nahm Dodo einen Telefonanruf entgegen und drückte mir kurz darauf den Hörer in die ‎Hand. Die Firma Viseca war am Draht und erkundigte sich danach, ob ich Martin Schärer und somit der Besitzer ‎jener Mastercard sei, wegen welcher sie anrufe. Wie ein Blitz schossen tausend komische Gedanken durch ‎meinen Kopf, was ich alles angestellt haben könnte. Die Dame am anderen Ende wollte nun wissen, ob ich ‎vergangene Nacht gegen halb Vier Uhr in der Früh mit meiner Mastercard im Internet eine Transaktion über USD ‎‎0.67 getätigt hätte. Weitere tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf, schliesslich wäre in der gestrigen ‎Nacht vieles möglich gewesen, aber zum Glück nicht um diese Zeit. "Nein, definitiv nicht", entgegnete ich ihr ‎und sie wiederum fragte mich, ob die vorletzte Transaktion von mir gewesen sei, was ich bestätigen konnte. ‎Meine Kartenangaben seien wohl im Internet irgendwie in falsche Hände geraten und damit habe jetzt jemand ‎eine Testtransaktion getätigt. Sie hätten das bemerkt und würden meine Karte sofort sperren, bevor weitere und ‎sicher teurere Einkäufe damit gemacht würden. Ich hätte in den nächsten Tagen eine neue Karte im Briefkasten. ‎Ich war fast etwas sprachlos ob dem sensationellen Service. OK, das ist ihr Job, aber trotzdem bin ich ‎begeistert, wie schnell ein Missbrauch aufgedeckt wird. Andererseits würde es mich schon interessieren, wie ‎und wo meine Daten in falsche Hände geraten sind.‎

Und nächstes Mal will ich keinen Schlummi mehr… {easycomments}‎