Wow, was hat die Natur vergangenes Wochenende für eine Show geboten!‎

Samstagabend, kurz vor Mitternacht. Eben sind wir von Wildis nach Haus gekommen (Rosanna hat uns mit feinen Cordons Bleus verwöhnt und die Frauen feierten ihren ersten Jasssieg seit gefühlten Jahrzehnten), die Kinder sind im Bett, ‎ich setze mich noch kurz auf den Thron und lese ein paar Seiten in meinem Buch. Da knallt plötzlich etwas und ‎ich werde durchgeschüttelt. Hä, was war das? So muss sich ein Erdbeben anfühlen! Draussen höre ich einer ‎der Buben mit Dodo sprechen. Ich frage nach, was los sei. Dodo meint, Noah weine und erzähle etwas von ‎einem Erdbeben. Sie zweifelt an seiner Geschichte, aber ich konnte gleich bestätigen, dass er sich nicht ‎getäuscht hatte. Die Erde hatte tatsächlich kurz gebebt. Ein unheimliches Gefühl, vor allem wenn man bedenkt, ‎dass dieses Beben im Vergleich zu anderen auf unserer Erde ein laues Lüftchen war. Postwendend schaute ich ‎auf Facebook nach, ob das noch jemand anderes mitbekomme hatte und las z.B. von einer Kollegin im Raum ‎Luzern dasselbe… Auch ein Kollege aus dem Raum Uster war froh, dass nicht die drei Gläser Whiskey Schuld ‎an seiner Wahrnehmung waren;-) Einzig Dodo bemerkte das Schauspiel nicht und Robin schlief schon tief, ‎ganz im Gegensatz zu gestern Nacht, als er um Mitternacht noch in der Wohnung herum schlich…‎

Der Sonntagmorgen begann mit der Schocknachricht, dass Whitney Houston, die Soul-Diva und Pop-Ikone ‎unserer Achtzigerjahre, verstorben sei. Ihr allererstes Album 'Whitney Houston' habe ich mir 1985 gekauft. Es ‎liegt heute noch im Keller unten und wenn ich unterdessen nicht alles in digitaler Form auf dem NAS ‎gespeichert hätte, müsste ich die Scheibe wohl hervor kramen. Ihren berühmtesten Film 'Bodyguard' habe ‎gestern Abend auf jeden Fall schon mal aufgenommen…‎

Am Nachmittag machten wir uns auf Drängen von Dodo auf den Weg an den Pfäffikersee. Ich hätte das Puff ‎rund um den gefrorenen See zwar nicht gebraucht und es war vor Ort auch noch grösser als ich befürchtet ‎hatte, aber endlich an einem Steg angekommen, war der ganze Ärger vergessen. Wir zogen unsere ‎Schlittschuhe an, liessen den Ikea Sack mit unseren Schuhen darin am Steg liegen und machten uns auf den ‎Weg, quer über den See. Am Steg bei Pfäffikon selbst legten wir eine Pause ein und genossen dabei einen ‎feinen Hamburger. Bei herrlichem Sonnenuntergang zogen wir unsere letzten Spuren ins schwarze Eis, ‎bestaunten einen riesigen Riss und fuhren schliesslich ohne Stau wieder nach Hause. Danke Dodo, deine ‎Hartnäckigkeit hat sich gelohnt. Ich hätte es ja wissen müssen;-)‎

P.S. Rauchen tue ich immer noch so wenig, wie ich abgenommen habe;-) {easycomments}‎