Mir schwirren so viele Gedanken zum vergangenen Wochenende durch den Kopf. Ich weiss gar nicht womit ich ‎beginnen soll. Der Männerabend am Freitag entpuppte sich als gemütliches Fondueessen im Wasserbad. Nach ‎den ersten Apéros im EM-Studio und während der Fahrt zu Herbi nach Wetzikon fuhren wir im Büsschen weiter ‎Richtung Bachtel, wo wir bei einem Bauernhof Halt machten und uns in einem Zelt die Badeklamotten und die ‎Mützen anzogen. Schliesslich bestiegen wir jeweils zu fünft zwei grosse Holzbäder und liessen uns im heissen ‎Wasser nieder. Bauer Heinz las uns jeden Wunsch von den Augen ab und wenn das mal nicht klappte, konnten ‎wir ihn mittels Kuhglocke darauf aufmerksam machen, dass wir gerne etwas bestellen würden. So gab's Apéro ‎und als Highlight servierte er uns das Fondue. Wir sassen gemütlich im Zuber, assen und tranken uns die ‎Bäuche voll, rauchten wie die Bürstenbinder und blödelten herum, wie das nur Männer können;-) Wir sangen aus ‎lauten Kehlen, dass sich wohl jede Kuh im Umkreis von ein paar hundert Metern fremdschämte und ‎verschlangen den Dessert dazu. Nach ungefähr dreieinhalb Stunden im heissen Wasser ging's via Gossau ‎wieder zurück ins EM-Studio, wo ich mich dann bald mal auf den nach Hause Weg machte. Auch an dieser ‎Stelle noch einmal ein grosses Dankeschön an den Organisator Misch für diesen unvergesslichen ‎Männerabend. Wie Du es angekündigt hast, ist der Abend in die Geschichte eingegangen.‎

Für Interessierte oder Gwundrige hier noch der Link zum Alpenbad: http://www.alpenbad.ch

Am Samstag holte mich der Wecker um 09:00 Uhr aus dem Koma. Robin musste zur Musikprobe und so ‎frühstückten wir drei Männer zusammen. Dodo war zu diesem Zeitpunkt bereits seit Stunden am Flughafen ‎unterwegs. Meine Vorfreude auf den bevorstehenden Playoff Kracherfinal zwischen dem ZSC und dem SCB ‎war auch schon grösser gewesen. Schliesslich schleppte ich eine mächtig grosse Birne mit mir herum. Kurz ‎bevor Dodo und ich mit der S14 nach Oerlikon fuhren, genehmigte ich mir eine 2. Kopfwehtablette und in der ‎Halle angekommen, ging's mir nach dem ersten Bier schon wieder besser;-) Was uns in der Folge auf dem Eis ‎unten geboten wurde, belebte mich endgültig wieder. Nach dem ersten Drittel des Abtastens legte der ZSC ‎innert weniger Minuten los wie die Feuerwehr und schmetterte die Berner mit einer 3:0 Führung an die Bande. ‎Die Halle kochte, doch die Berner reagierten ihrerseits mit zwei schnellen Treffern zum 3:2 Zwischenstand. Nach ‎dem beruhigenden 4:2 kurz vor Drittelsende, sorgten die Berner zum Start des letzten Drittels mit dem 4:3 ‎Anschlusstreffern wieder für Nervenflattern. Zum Glück reagierte der ZSC gut und legte mit dem 5:3 wieder vor. ‎Jetzt war's gelaufen. Dem SCB viel nichts mehr ein und Tambellini sorgte mit dem Empty Netter für den finalen ‎Siegestaumel im Hexenkessel. Die Berner Fans zeigten ihre Qualitäten als schlechte Verlierer und sorgten mit ‎Pyros und Bierwürfen nicht nur für Unverständnis rundherum. Gänsehaut pur war dann 30 Sekunden vor ‎Spielschluss angesagt. Trainer Hartley gönnte unserem Hockeygott, Ari 'Sulo' Sulander einen letzten Auftritt im ‎Hallenstadion und wechselte ihn für Flüeler ein. Die Halle stand und die Tribünen zitterten, während Sulo mit ‎Sprechchören gefeiert wurde. Ein unvergesslicher und emotionsgeladener Moment, schliesslich waren wir ‎schon beim ersten Spiel von Sulo, vor sage und schreibe vierzehn Jahren, in der Halle und jubelten ihm zu. ‎Nach Spielschluss trafen Dodo und ich noch ein paar alte ZSC Kollegen und feierten mit ihnen, als wäre der ‎ZSC eben Meister geworden. Ein fantastischer Abend, der hoffentlich morgen Dienstag in Bern seinen ‎Höhepunkt findet.‎

Ich werde mir das Spiel dank einem Kollegen, der Tickets organisiert, in der Züspa Halle in Oerlikon anschauen ‎und hoffe, dass wir anschliessend die Meistermannschaft in Empfang nehmen können. Für Mittwoch habe ich ‎mir vorsorglich schon mal frei genommen. Ist ja schliesslich auch mein Geburtstag;-)‎

Bern ist heute beim Sächsilüüte Gastkanton, was mich zu folgender Schlussfolgerung bringt: Die Berner feiern ‎heute in Zürich, während es ihnen die Zürcher morgen in Bern gleichtun… ZSC! {easycomments}‎