Ächz, war das wieder ein strenges Wochenende. Wobei genau genommen, war ja nur der Samstagabend streng, dieser allerdings dermassen, dass ich selbst heute Montag noch leide. Ganz genau genommen, war's gar nicht so schlimm. Ich bin einfach in dem Alter angekommen, wo man weder ein Bier zuviel, noch ein paar Stunden Schlaf zu wenig verträgt. Wenn dann gar beides aufeinandertrifft ist das Resultat beispielsweise ein komplett verschlafener Sonntag und ein Brummschädel, der sich bis in den Wochenstart hinein zieht.

Unser Ausflug nach Basel hat sich aber auf alle Fälle gelohnt. Die Hinfahrt im ICE war dank Vierertischchen und feinem Bier gemütlich und das Mr. PickWick Pub am Barfüsser in Basel haben wir auf Anhieb gefunden. Im rot-weissen Meer haben wir ein paar Bierchen gezwitschert. Kaum waren wir im Pub angelangt trafen wir auch schon auf bekannte Gesichter aus Volketswil. So fielen mir Grabo, Bleuli, Dedi, Fames, Tutto und Schugo in die Arme. Herrlich, man muss nach Basel fahren um die alten Kumpels endlich wieder mal zu sehen. Die Party war lanciert und wir fuhren im vollgestopften Drämmli zum Stadion. Vor dem Stadion noch schnell eine Wurst gegessen und ein weiteres Bier getrunken und dann ab ins Stadion. So war's zumindest geplant. Vor dem Eingang zu unserem Sektor trafen wir auf eine mächtige Menschentraube. Der Personenkontrollmechanismus war dermassen langsam, dass wir den Einmarsch der Teams sowie die Nationalhymnen verpassten und erst Platz nehmen konnten, als das Spiel bereits lief. Ab sofort wurde unsere Nati lautstark unterstützt und fleissig die gesponserten Fahnen geschwungen. Wir hofften, zitterten und bangten doch das erlösende Tor wollte nicht fallen. Auch die SMS-Anfeuerungsrufe meines Lieblingsbebbis - er konnte sich tatsächlich noch abseilen und schickte seine Frau mit der Tochter ins Freilichttheater - halfen vorderhand nichts. Schliesslich antwortete unser Coach Hitzfeld auf den Betonfussball der Griechen mit den Einwechslungen der Offensivkräfte Derdiyok, Yakin und Vonlanthen und ab diesem Zeitpunkt war Dampf im Spiel. Schliesslich fiel das erlösende Tor durch den starken Grichting auf Freistoss von Yakin und kurz darauf die Entscheidung durch Padalino nach einem herrlichen Konter. Wir lagen uns in den Armen und bejubelten den ach so wichtigen Sieg im Spitzenkampf. Eine tolle Atmosphäre in einem fantastischen Stadion. Ich beneide die Bebbis um ihr Stadion, der mit Abstand besten Arena in der Schweiz. Die Heimreise war dann eher mühsam, dies vor allem weil wir sie stehend im Zug hinter uns bringen mussten und uns dazu in einer Blitzaktion am Bahnhof nur warmes Bier erstehen konnten.

Mein Tagesgruss geht nach Genf, wo sich Dodo mit ihren Freundinnen einen schönen Tag macht. Geniesst es!{easycomments}

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