Eigentlich ist heute ja ein denkwürdiger Tag, aber irgendwie wird man zum - zugegebenermassen historischen und denkwürdigen - Thema Mauerfall von allen Seiten zugepflastert, sodass ich nicht auch noch meinen Senf dazu geben muss. Am eindrücklichsten ist es sowieso, wenn man die Bilder vom 9. November 1989 im Fernsehen sieht. Unglaublich und unvorstellbar, was dieser Tag für die Betroffenen bedeutet.

Was hat das zurück liegende Weekend gebracht? Für mich ganz persönlich vor allem zusätzliche Kilos auf der Waage heute Morgen. Die Zahl vor dem Komma ist nun wieder dreistellig und das macht mir nicht wirklich Freude. Da war zum einen am Samstag der Besuch der Kistler-Mädels, welche neben ihrem Gepäck auch noch eine riesige Tupperschüssel voll Toblerone Mousse mitgebracht hatten. Dessertfee Bianca hatte wieder mal alles gegeben. Wow, war das lecker. Aber seien wir ehrlich, nach meinem Themen-Samstag 'Innerer Dienst' hatte ich mir das auch redlich verdient. Die Hütte hat am Abend geblitzt und geblankt, zumindest bis die vier Rabauken wieder alles auf den Kopf gestellt hatten. Nein Bianca, es war nicht so schlimm und Mühe hatten wir, wie immer, sowieso nur mit unseren beiden Pausenclowns.

Am Sonntag dann das, letzte Woche erwähnte, traditionelle Rehpfefferessen bei Brigitte und Sepp. Wir kamen, sahen und staunten. So viele Leute, vierzehn an der Zahl, in einem einzigen Wohnzimmer. Sehr schön war es, unser Uromi wieder zu sehen. Sie sah gewohnt gut aus und machte mir einen fitten Eindruck. Nicht zu vergessen natürlich mein Mami, meine Fast-Gotte, mein Götti und meine Cousinen, welche ihre Mutter tatkräftig unterstützten. So viele Familienangehörige auf einem Fleck, habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Alles war schön hergerichtet und in der Ecke standen zwei riesige Weinflaschen, die nur darauf warteten, vernichtet zu werden. Nach dem leckeren Salat stellte sich heraus, dass mir der Rotwein - eigentlich mein Todfeind und seit Jahren von mir gemieden - sehr mundete und ich ausnahmsweise mal nicht abwinkte, als Sepp zum Nachschenken vor mir stand. Dann war Pfannen- und Platten-Parade angesagt und der Hauptgang, bestehend aus Rehpfeffer mit reichlich Lauch, Spätzli - die hat die liebe Els in Fleissarbeit manuell gemacht -, Rotkraut und Marroni, wurde serviert. Die einen assen mehr, die anderen weniger. Ich gehörte definitiv zur ersten Gruppe. Nach drei gefüllten Tellern mochte auch ich nicht mehr, denn schliesslich musste auch die Nachspeise noch irgendwo sein Plätzchen haben. Torte, Roulade und Schokokuchen, in dieser Reihenfolge habe ich mich durchgearbeitet, wobei der Schokokuchen erst zu Hause dran kam, sonst wäre ich in Fällanden geplatzt.

Liebe Brigitte, lieber Sepp, wir danken euch ganz herzlich für diesen schönen und lustigen Nachmittag und den feinen Sonntagsschmaus. Sepp, hüte Dich vor dem Tiger und Uromi, der Samichlaus kommt erst noch;-) Döbs und Nick wünsche ich am Samstag einen guten Flug und dann extrem lässige Ferien und eine unvergessliche Zeit in Down Under. Passt auf euch auf!

Nach 6 Stunden Essen und Trinken lagen wir schliesslich wie gestopfte Hühner zu Hause vor dem Fernseher und schauten uns die Aufzeichnungen der Niederlagen von Roger und der Schweizer Hockeynati an und jubelten, als die Schweizer U17 Secondos Italien im WM-Viertelfinale mit 2:1 wegputzten. Anstatt Znacht gab's Schokokuchen und davor sowie danach Schoggimousse von Bianca, was mir dann endgültig den Rest gab. Beim Durchzappen begegneten wir Robins Cello Lehrerin auf SF1 und staunten nicht schlecht, dass Bligg sich gegen die Volkstante durchsetzen konnte. {easycomments}