Wo soll ich bloss anfangen? Das vergangene Wochenende war sehr ereignisreich und hat so manche Höhen und Tiefen geboten. Beispielsweise der Freitag, der Abend des grossen New York Dankesfestes von Dodo. Ein rauschendes Fest mit vielen lieben und lustigen Gästen, sich prima verstehenden Kindern, feinstem Fleisch vom Grill, einem extra zusammen mit seiner Zukünftigen eingeflogenen Grillgott, tollen Salaten, kühlem Bier, leckeren Desserts, fantastischem Wetter, jeder Menge guter Laune und toleranten Nachbarn. Wenn da bloss nicht das allgemeine Verlangen nach Grappa gewesen wäre und der Gastgeber diesen nicht wie Bier getrunken hätte... Schluckspecht bleibt Schluckspecht, aber mich nervt es gewaltig, dass ich immer mal wieder so blöd bin und die Grenzen nicht sehe. Zudem es ist mir auch entsprechend peinlich, aber da muss ich wohl durch.

Dass ich dann am Samstag - trotz grosser Klappe am Freitag - nicht aus dem Koma erwacht bin und Robin alleine mit dem Velo zum Fussball gefahren ist und später 'nur' von Dodo und Noah angefeuert wurde, gehört ebenso dazu, wie mein schmerzender Kopf. Der schmerzt übrigens auch heute Montag noch, ein weiteres Phänomen, das ich nicht wirklich brauchte. Wir hätten am Freitag wohl nicht dermassen über Katzen lästern sollen, dann wäre mein Kater möglicherweise etwas kleiner ausgefallen. Immerhin konnte ich mich durchringen, nach Mittag mit den Buben per Velo in die Badi zu fahren und dort einen lustigen Nachmittag zu verbringen, während Dodo ihre Arbeit am Flughafen antreten musste. Unsere Badi Waldacher feierte ihren 40sten Geburtstag mit Gratiseintritt für alle und diversen Attraktionen. So sahen wir uns die tollen Darbietungen auf der Sprungturmanlage an, wohnten dem Beach-Volleyball Turnier bei und die Kids spurteten zum Restaurant hoch, als eine Stimme aus den Lautsprechern verkündete, es gäbe gratis Glacé, s'hät so lang's hät. Die Darbietungen der Synchronschwimmerinnen hat uns allerdings nicht vom Böckli gehauen. Wohlwissend dass dieser Sport viel mit Kraft und Kondition zu tun hat, war dies wohl meine erste und letzte Livebetrachtung dieses langweiligen Frauensportes. Am Abend grillierten - ich weigere mich ab sofort 'grillen' zu schreiben - wir drei Männer gemütlich und verdrückten die freitäglichen Reste des leckeren Teigwarensalates dazu.

Schliesslich war es Sonntag und Dodo musste wieder zur Arbeit, während wir Männer uns schon mal auf das bevorstehende Grossereignis vorbereiteten. GC - Basel, der Klassiker im Schweizer Fussball stand an und unsere Buben hätten mit den Profis ins Stadion einlaufen sollen... ja, ihr lest richtig, hätten sollen. Zwischen HB und Hardbrücke verkehrten am Nachmittag keine Züge aufgrund einer defekten Fahrleitung. So nahmen wir am HB im 3er Platz. Nach einiger Wartezeit forderte uns der Fahrer auf auszusteigen, das Tram habe technische Probleme und müsse wenden. Als dieser Göppel endlich weggefahren war fuhren wir mit dem 14er bis zum Stauffacher und warteten dort auf den 2er, welcher uns schliesslich zum Letzigrund brachte. Mit einer viertelstündigen Verspätung trafen wir schliesslich am Treffpunkt ein. Dort wurde uns mitgeteilt, dass leider bereits zwei Ersatzkinder bestimmt wurden und es der Organisatorin leid täte, aber sie nichts machen könne. Logisch hätten wir anrufen sollen, unser Fehler, wir haben es verbockt und mussten nun unsere enttäuschten Buben trösten. Immerhin war das Spiel sehr unterhaltend und GC schlug den FCB verdient mit 3:1. In der Halbzeitpause ergatterten Robin und Noah erst noch je ein Autogramm von Alex Frei - dem Rotsünder der nur auf der Tribüne sass - und die Welt war wieder in Ordnung.

Zum Abschluss der 5-wöchigen Sommerferien assen wir im McDonald's Znacht und fuhren schliesslich mit der S9 nach Hause. Noah hat übrigens mächtig daran zu nagen, dass die Sommerferien nun vorbei sind und er wieder in die Schule gehen muss. Robin hingegen freut sich auf fast alle Fächer, am allermeisten aber auf die Handsgi... Hmm, muss ich mir da Gedanken machen?  Ich bin auf jeden Fall gespannt, was mir die beiden 2. und 4. Klässer heute Abend über ihren ersten Schultag zu erzählen haben.

Nun noch kurz zu meiner aktuellen Hauptsorge: Ich bin wieder dick! Exakt ein Jahr nach dem Start meiner Aktion Schwümmring schramme ich mit 99.6 kg nur noch extremst knapp an der 100er Marke vorbei. Jojo lässt grüssen. Da muss etwas unternommen werden und zwar sofort! Einen dritten Teil der Aktion Schwümmring will ich nicht, so muss also etwas Neues her. Aber was und in welcher Form und mit welchen Zielen? Habt ihr Ideen? {easycomments}